Polizeitaucher am Badesee Plüderhausen

Am 16.12.2009 fand am Badesee Plüderhausen eine zentrale Tauchübung mit 35 Polizeitauchern der Wasserschutzpolizei aus ganz Baden-Württemberg statt.                Solche Übungen werden regelmäßig durchgeführt um den hohen Sicherheitsstandard der Taucher aufrecht zu erhalten und die physische und psychische Leistungsfähigkeit zu fördern. Laut Herrn Hanspeter Brose, Leiter Tauchdienst Baden-Württemberg, werden diese Übungen immer in einem anderen Raum und mit verschiedenen Themen durchgeführt.. Diese Übung wurde von der Wasserschutzpolizei Stuttgart geplant. Unterstützt wurde die Aktion von der DLRG, die auch während der Badesaison für die Sicherheit am Badesee sorgt.

Das Suchen und Bergen von Beweismitteln und Leichen, die Beseitigung von Kampfmitteln, die Spurensicherung unter Wasser, die Überprüfung von Wasserfahrzeugen und Schleusen gehören ebenso zum breiten Aufgabenspektrum der Polizeitaucher wie das Retten von Menschen oder das Mitwirken bei Umweltschutzmaßnahmen. Desweiteren gibt es Trainingsvorgaben und die Polizeitaucher haben eine gewisse Anzahl an Tauchstunden zu erbringen.

Thema der Fortbildung in Plüderhausen war: Kampfmittel. Es galt Kampfmittel aus dem 2.Weltkrieg (unscharf!) die zuvor im See ausgelegt wurden, zu finden, über das Tauchtelefon zu beschreiben und dann zu bergen. Getaucht wird generell im Trockentauch- anzug. Über das Tauchtelefon kann man auch das Atmen des Tauchers überwachen.

Bis dato wurden im Jahr 2009 die baden-württembergischen Polizeitaucher zu insgesamt 174 Einsätzen gerufen. Dabei leisteten sie nahezu 4000 Einsatzstunden. In vierzehn Fällen wurde nach vermissten Personen gesucht. 44 mal rückten die Taucher aus, um Diebesgut, Tatwaffen und andere Beweismittel auf dem Grund von Flüssen und Seen zu suchen. Bei sechs Einsätzen ging es um das Beseitigen von aufgefundenen Kampfmitteln.

Der Badesee ist nach der Übung garantiert kampfmittelfrei.